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Tag des offenen Denkmals: Gebag lädt in die Straußsiedlung ein

Am 9. September findet zum 25. Mal der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ statt. In diesem Jahr trägt der Aktionstag das Motto „Entdecken, was verbindet“.

Die Gebag lädt zur „Entdeckungstour“ in die Straußsiedlung in Neudorf ein, dort gibt es die Möglichkeit eine Wohnung im Originalzustand zu besichtigen. Außerdem informiert die Gebag vor Ort über die geplanten Modernisierungsmaßnahmen.

Geschichte der Straußsiedlung

Die Straußsiedlung entstand 1925 als städtisches Wohnungsbauprojekt und wurde von der GEBAG als Bauherrin ausgeführt. Die Wohnungsnot sollte gemildert und eine qualitätvolle und bezahlbare Wohnarchitektur für Duisburger mit niedrigen Einkommen geschaffen werden. Die Siedlung zeigt, in Abgrenzung zu den berühmten Duisburger Siedlungen des Neuen Bauens, eine konservative Architektursprache. Sie ist im Wesentlichen durch zweigeschossige Mehrfamilienhäuser geprägt und weist abwechslungsreiche Straßenräume, Platzanlagen, Innenhöfe und Gartenflächen auf.

Die ungefähr 80 Wohnungen umfassende Siedlung wurde im Jahr 2001 wegen der hohen „architektonischen Qualität der Gebäude und dem außergewöhnlich gut gelungenen städtebaulichen Zusammenhang“ unter Denkmalschutz gestellt. Die qualitätvolle Gestaltung und die städtebauliche Einbindung der Freiflächen und Straßenräume machen – neben der Qualität der Gebäude – die Siedlung zu einem bedeutenden Erbe der Architektur der Zwischenkriegszeit.

Sanierung geplant

Nach vielen Jahren mit geringen Investitionen und zunehmenden Leerständen entschied sich die GEBAG, sich für den Erhalt der Siedlung einzusetzen und sie behutsam mit Neubauten zu ergänzen. Im Jahr 2016 konnte das Kölner Büro Molestina Architekten den von der GEBAG initiierten und durchgeführten Architektenwettbewerb für sich entscheiden.

Auf Grundlage der Wettbewerbsergebnisse sollen die denkmalgeschützten Gebäude der Siedlung zum einen in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Duisburg saniert und an heutige Wohnbedürfnisse angepasst werden. Die arrondierenden Neubauten werden barrierefrei ausgeführt. Es sollen Möglichkeiten für verschiedene Wohnformen sowie ein breites Angebot an Wohnungsgrößen geschaffen werden. Auch auf die Qualität der Freiflächen in der Siedlung wird großen Wert gelegt: die Neugestaltung der Außenräume wird die Leitgedanken der historischen Außenraumplanung im Wesentlichen aufnehmen. Die ergänzenden Neubauten fügen sich sensibel in die bestehende Siedlung ein.

Momentan befindet sich der erste Sanierungsabschnitt in Planung: Zunächst werden mehrere zusammenhängende Häuser mit ca. 1.400 Quadratmetern Gesamtwohnfläche saniert – mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro. Die 18 Wohnungen in Größen von zwei bis fünf Zimmern haben moderne Grundrisse und Ausstattungsmerkmale. Der Baubeginn dieses ersten Sanierungsabschnitts ist für Mitte des kommenden Jahres geplant, die Bauzeit wird ungefähr ein Jahr betragen. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen im Anschluss daran die restlichen unter Schutz gestellten Wohngebäude denkmalgerecht saniert werden.

Bundesweiter „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September 2018. In der Straußstraße 14 kann zwischen 11 und 17 Uhr eine Erdgeschoss-Wohnung besichtigt werden, dort stehen auch Vertreter der Gebag für Gespräche und Rückfragen zur Verfügung.

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